Journal of Ottoman Calligraphy

Lectures & Editorials on Calligraphy

Demut des Untertans

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Die Armut, gemeint sei die Demut, des Untertan Allahs bewegt sich auf
dem Pfade des rechten Weges, welche die Tugend impliziert, verschließt
sich den weltlichen Gütern und Lüsten, die sich um den Armen,
versammelt darliegen, wartend darauf, dass man sie doch aufhebe. Wie
behaftet sich die Materie durch ihre Schwere an den Himmel? Erst,
jedoch durch Gnade Allahs erfasst, wird man der Welt sich wiederkehren,
wobei eine Existenz des Dies- wie Jenseits für den tapferen Betrachter
sich in Nichts aufgelöst ist. Seine Blicke mögen immerwährend dem
Schöpfer gewandt sein, dennoch erwischt uns die falsche Einsicht von
Zeit zu Zeit, damit wir uns beugen mögen, um sich den weltlichen
Gütern und Lustspielen des Triebs zu widmen. Die prophetische
Überlieferung gibt uns die Kunde von drei Dingen, Entitäten des
Diesseits, zu denen wir uns hingezogen fühlen um zugleich die Zuflucht
beim Schöpfer anzuflehen, diese seien genannt als unser
Gegengeschlecht, die Weiblichkeit, ferner, die Duftnote in der
Schöpfung, welche die Sinnhaftigkeit behaftet,und zu letzt das Gebet
im Laufe des Tages, verteilt auf die Tagesabschnitte. Das Gebet im
Islam ist die Verneigung vor dem Schöpfer selbst, der heimlichste Ort
der Gottesnähe, so wird überliefert, ist der Stirnfall des Beters.
Dort an jenem verschloßenem Orte erschließt sich uns die Schau Allahs
durch sein Wesen in sein Wesen mit seiner Gnade herbeigeholt, wobei der
gebührende Abstand durch die erforderliche Distanz vorgegeben ist.Wir
symbolisieren durch ein zweimaligen Stirnfall. Wie oft verwechselt der
Gläubige sich selbst mit dem Schöpfer, ohne die Kunde sich selbst
betrachtet zu haben. Der Fall ist umso tiefer und die verwirrte
Überzeugung kommt als eine Verdrehung der Liebeserfahrung herbei, was
sich in der Blindheit des Herzens zu Tage kommt. Wenn alles sich
auflöst, so glaubt man zu berichten, bleibt bis in die Ewigkeit der
Anblick in dem Moment gefangen, was nebei bemerkt, nicht auf ein Schau
in das Wesenzug Allahs gerichtet ist. Es ist das seelische Stadium,
makam, wovor die Weisen sich fürchten. Der Stillstand ist gefürchtet
seit der Vertreibung des Statthalter des Bösen, worin sich seine
Ignoranz zeigt. Nicht die Verleumdung hat ihn aus dem Reiche Allahs
verwiesen, wie bekannt, sondern seine Auflehnung als ein Akt seiner
Verblendung durch sich selbst, es erreichte nicht die Erkenntnis
erlangt zu haben, er könne Allah bekunden, während er Allah erkundet
habe. Der Vorsatz mag hier zu dem bekannten Fall geführt haben,
welchen die Weisen uns warnend erklären. Jede alltägliche Handlung
möge, so wird und gelehrt, beginnen mit dem sinngemäßen Satz: Ich
suche Zuflucht bei Allah vor demjenigen Teufel, welcher vertrieben
ward, erschaffen aus dem Elemente Feuer als ein Teilelement der Welt.

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Written by calligrapher

July 25, 2005 at 6:23 pm

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